Liebe Gemeinde,

es ist wirklich nicht zu übersehen: In unserer Kirche St. Josef hat sich etwas verändert. Mehrere Gerüste stehen im Kirchenraum und vielleicht wirkt manches im Moment ungewohnt oder auch störend.

Der Grund dafür ist eine große und notwendige Innenraumsanierung, die vor uns liegt, in mehreren Teilschritten geplant ist und uns die nächsten Jahre beschäftigen wird.

St. Josef ist unsere Kirche. Sie begleitet viele von uns seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten – jeden Sonntag, bei Taufen, Hochzeiten, im Gebet, in stillen Momenten, aber auch in Zeiten des Abschieds. Damit dieser Ort auch künftig ein würdiger und sicherer Raum für uns alle bleibt, sind diese Maßnahmen unumgänglich. Darüber hinaus ist St. Josef DAS Kulturdenkmal der Stadt Weiden.

Die derzeit laufenden Arbeiten sind wichtige Vorbereitungen für die gesamte Innensanierung. Auch wenn sie im Moment Einschränkungen mit sich bringen und das gewohnte Bild unserer Kirche verändern, dienen sie einem guten und besonders nachhaltigen Ziel: dem Erhalt und der Zukunft unserer Kirche St. Josef und musikalischen Leuchtturmstelle für die gesamte Region.

Die aktuell stattfindenden Maßnahmen stellen das sogenannte Vorprojekt zur Untersuchung des baulichen und künstlerischen Bestandes unserer Pfarrkirche dar. Dabei wird der Umfang der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an der Raumschale, der gefassten Ausstattung (Gemälde), Skulpturen und den Metallarbeiten ermittelt. Im Ergebnis des Vorprojektes werden Musterflächen angelegt, die einen Eindruck davon vermitteln, wie unsere Kirche ursprünglich ausgesehen hat und wie sie nach einer Sanierung wiedererscheinen kann.Parallel dazu laufen die Planungen für Architektur, Elektrik, Heizung, Lüftung und Beleuchtung. Die beauftragten Planer wurden im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens ausgewählt.

 Die Architektur umfasst neben den Arbeiten an Raumschale, gefasster Ausstattung, Skulpturen und Metallarbeiten:

  • ·       Neumöblierung der Sakristei,
  • ·       Ergänzung beschädigter Einzelplatten des Bodenbelags,
  • ·       neue lose Möblierung, beispielsweise Schriftenstände, Gebetbuchablagen und Informationstafeln,
  • ·       neue Windfänge an den Süd-, West- und Osteingängen mit barrierefreiem Zugang,
  • ·       Neugestaltung der Sakramentskapelle.

Bei einer derartigen Innenrenovierung sollten auch die liturgischen Orte nicht isoliert betrachtet, sondern im Gesamtzusammenhang des Raumes überprüft werden. Dabei ist zu klären, ob liturgisch relevante Orte in ihrer räumlichen Stellung, gestalterischen Qualität und theologischen Aussagekraft dem Kirchenraum angemessen zugeordnet sind bzw. den liturgischen Vorgaben entsprechen.

Die Elektro-, Heizungs- und Lüftungsplanung befasst sich mit:

  • ·       der Anpassung und Modernisierung des Heizsystems,
  • ·       dem Einbau einer automatisierten Lüftungsanlage mit motorisch gesteuerten Fenstern,
  • ·       der Erneuerung der Lautsprecheranlage,
  • ·       der Modernisierung der Liedanzeige

Beleuchtungskonzept

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Erarbeitung eines neuen Beleuchtungskonzeptes. Dabei wird die Wirkung verschiedener Lichtspektren auf den Kirchenraum und die wertvollen Gemälde untersucht. Ziel ist eine optimale und zugleich schonende Ausleuchtung unserer Kirche mit Altarraum und Hochaltar, der Apsis, der Seitenaltäre, des Deckengewölbes sowie der Kunstwerke. Gleichzeitig soll eine dem Tageslicht möglichst nahekommende, blendfreie Grundbeleuchtung geschaffen werden. Mit einer Abstimmung der Beleuchtung auf die liturgischen Farben sollen besondere Akzente entsprechend den Festzeiten und Anlässen des Kirchenjahres gesetzt werden können.Damit tragen wir nicht nur zur Sicherheit unserer Pfarrkirche bei, sondern setzen auch ein Zeichen für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserem bedeutenden Bauwerk und den Ressourcen.Wir wissen, dass all diese Maßnahmen Geduld und auch ein Stück Verständnis von uns allen erfordern. Deshalb bitten wir Sie herzlich, die vorübergehenden Einschränkungen mitzutragen und den laufenden Arbeiten mit Wohlwollen zu begegnen. Gemeinsam investieren wir in die Zukunft unserer Pfarrkirche und bewahren zugleich ein wertvolles Stück unseres Glaubens, der Kunst und Musik und unserer Heimat für kommende Generationen.

Für Ihre Geduld, Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung danken wir Ihnen bereits heute von Herzen.

Die Sanierungsmaßnahmen werden einen beträchtlichen Aufwand an Kosten und Planung verursachen. Finanzielle Mittel aus dem Pfarreihaushalt, der Diözese Regensburg und öffentlichen Fördermitteln werden bei weitem nicht ausreichen.

Deshalb können auch Sie persönlich mit einer freiwilligen Spende zum Erhalt und der Restaurierung unserer einzigartigen Stadtpfarrkirche mit beitragen!

Spenden mit dem Stichwort „Sanierung St. Josef“ auf das Konto der Kath. Kirchenstiftung St. Josef,
IBAN: DE34 7539 0000 0000 0004 00, Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG

Vergelt’s Gott.

Markus Schmid, Pfarrer

Für die Kirchenverwaltung Michael Hirmer

Für den Pfarrgemeinderat Barbara Wangel